Stellen Sie sich vor, Sie sind in einem Kaufhaus oder einer Boutique, treten aus der Umkleidekabine, ein(e) Verkäufer(in) tänzelt mit bewunderndem Blick auf Sie zu und gratuliert Ihnen zum soeben übergeworfenem Kleidungsstück:
- "Steht Ihnen ausnehmend gut. Wie für Sie gemacht. Sie sehen gut aus!"
Stellen Sie sich weiterhin vor, Sie kaufen das Teil, behalten es gleich an, gehen nach Hause und dort begegnet Ihnen Ihr(e) Liebste(r) mit den Worten:
- "Wie siehst du denn aus?"
Wenn Sie sich nun fragen, was ein solch enttäuschendes Erlebnis mit Employer Branding zu tun hat, dann lesen Sie bitte noch diese Kernaussage einer Studie der Managementberatung Kienbaum, die 240 Unternehmen unterschiedlicher Größen und Branchen aus D/A/CH befragte und die Aktivitäten der Unternehmen in den Bereichen Employer Branding und Rekrutierung analysierte:
- "58 Prozent der Unternehmen, die über eine eigene Einheit für Employer Branding innerhalb des Personalbereichs verfügt, sowie 56 Prozent der Befragten, bei denen eine ausgearbeitete Strategie für Employer Branding und Personalmarketing vorhanden ist, schätzen sich selbst als attraktiver Arbeitgeber ein."
Hört sich irgendwie an wie "Steht Ihnen ausnehmend gut. Wie für Sie gemacht. Sie sehen gut aus." Und man ist natürlich geneigt dem Glauben zu schenken. Leider sagt das Studienergebnis so rein gar nichts darüber, ob Employer Branding Maßnahmen ein Unternehmen bei den umworbenen Mitarbeitern (also jene, bei denen es drauf ankommt) wirklich attraktiver erscheinen lassen. Aber selbstverständlich kaufen die auch eher selten bei Personalmarketern...






